Diese Seite ist eine private Initiative, für alle Besitzer eines Foton/Europard 254. Zuletzt aktualisiert: 30.03.2012 ACHTUNG! Alle Angaben betreffen den Foton FT 254 Bj: 2009 und ich verweise ausdrücklich auf meinen vorhergehenden Beitrag: Modellpflege 20111. Stahlblech 200 x 140 x 15 mit Bohrungen versehen, so dass es am Schlepper montiert werden kann. Hierzu bedient man sich am besten einer Schablone, die man sich wie folgt herstellt. Man benötigt eine Spraydose mit schwarzer Farbe und ein weißes Blatt Karton-Papier. Schlepper mit schwarzer Farbe an den Frontlader- Anschlusspunkten an sprühen und sofort weißes Blatt darauf drücken. Danach sofort wieder abziehen. Ähnlich wie mit einem Stempel könnt Ihr so einen genauen Abdruck machen. Nun könnt Ihr euer Stahlblech für die Bohrungen genau körnen. Danach könnt Ihr die 14,5 bis 15 mm Löcher bohren. Als nächstes versieht man das Teil 5: (Stahlrohr d 90 x 253 Wand-dicke 15) auf einer Drehmaschine mit einer Phase, so das man eine ordentliche Wurzel und danach eine Deck-Naht schweißen kann. Nun können Teil 1 und Teil 5 miteinander verschweißt werden. Die Teile der Postion 2, werden nur im Bedarfsfall gebraucht. Sie dienen als zusätzlicher Haltemechanismus und werden an der Hinterseite des Teil 1 auf der Kupplungsglocke aufgelegt und dann mit dem Teil 1 verschweißt. Ähnlich wie eine Kralle die den Anbauflansch am Schlepper umgibtNachdem das Stahlrohr (Teil Nr: 5) mit der Stahlplatte (Teil Nr:1) verschweißt ist, kann man nun den Trägerknochen für die Frontladerschwinge ausrichten und anschweißen. Vorher ist natürlich die Stahlplatte (Teil Nr:1) an den Schlepper anzubauen. Wie baut man aber den Trägerknochen am besten an? Das bewerkstelligt man am besten, indem man die Trägerknochen in die Frontlader-Aufnahmenpunkte einhängt und mit dem Schlepper in den Frontlader einfährt. Auf diese Art sind die Knochen fixiert und können nur noch geringfügig verrutschen. Leider habe ich versäumt diese Arbeitsgänge zu fotografieren, darum kann ich nur Bilder vom Endergebnis dieser Bauetappe liefern. Zusätzlich sollte man Schraubzwingen bereit halten, um den Trägerknochen ordentlich zu fixieren. Das Ausrichten muss man vor Ort einfach probieren. Der Versuch machtklug!Der nächste Arbeitsschritt ist die Fertigung der untereren Strebe, die unterhalb des Schleppers angebracht ist um die Zug- und Druckbelastungen, die auf das Gehäuse der Kupplungsglocke wirken abzumildern. Hierzu benötigen wir die Teile: 7, 8 und 9. Das Teil 9, (Stützblech - Stahlplatte) ist das abgerundete Teil, welches wie auf den Bildern zu sehen, mit den Teilen 7 und 8 verschraubt sowie verschweißt sind. Und jetzt wird es individuell. Für eine weitere Strebe, die die Zug- und Schiebe-Kräfte aufnehmen muss, benötigt man ein Flacheisen 80 x 15 x 1400 mm. Dieses muss auf einer Abkantbank in Form gebracht werden, so dass die Vorderachse frei pendeln kann. Die Achsverschränkung und der Freilauf der Vorderräder darf auf keinen Fall gehemmt sein!Diesen Arbeitsschritt muss man ausprobieren, ich kann Euch nur die Richtung weisen, da dieser Bauabschnitt sehr individuell ist. Mann muss es auch nicht so bauen wie ich es hier zeige, da diese Streben auch mit einer Gegenplatte noch vor dem Batteriekäfig angebracht werden können. Ich habe mich dafür entschieden, meine Streben seitlich neben der Batterie zu befestigen, da Foton die Befestigungspunkte hier vorgesehen hat. Hierzu bediente ich mich ebenfalls des Flacheisens mit den Maßen 80 x 15 mm. Die Längen kann ich nicht angeben. Besorgt Euch ausreichend Material und errechnet Euch die Abstände selbst, so könnt Ihr die Streben individuell fertigen und das Material zuschneiden. Schaut Euch die Bilder an und Ihr werdet wissen was ich meine. Mein Tipp an alle die mir Nacheifern wollen. Erstellt Euch die Teile eins nach dem Anderen. Schweißt sie nicht gleich fest, sondern heftet sie nur! So sind nachträgliche Korrekturen möglich. Auf meinen Bildern ist das auch zu sehen. Wenn ein Teil angebracht ist, so kann man die Maße des folgenden Teils errechnen. Stück für Stück lautet die Devise!Als nächstes ist die Aussteifung des Trägerknochen erforderlich. Hierzu benötigt Ihr ein Stahlblech 25,5 x 25,5 mm, das an einer Kante abgeschrägt wird, so dass es zwischen Trägerknochen und dem Flansch-Blech auf dem Trägerrohr verschweißt werden (zweites Bild über dieser Textzeile) kann. Wenn das bewerkstelligt ist seit Ihr fasst fertig. Es bedarf jetzt nun noch eines Bleches zur Befestigung der Hydraulikverschlüsse (viertes Bild über dieser Textzeile). Ich habe 10L Verschlüsse gewählt weil sie von Stoll so vorgegeben sind. Die Hydraulik könnt Ihr nach Euren Wünschen gestalten. Ich denke hierzu muss ich nichts sagen. Wer damit nicht klar kommt, wendet sich am besten an eine Firma die Hydraulik-Zubehör anbietet. Und fasst hätte ich es vergessen:Der Träger muss für die Aufnahme des Frontlader verstärkt werden. Die Mulde in der der Frontlader liegt muss mit einem Halbmond-artigen Stahlteil an beiden Seiten mindestens 10 mm verstärkt werden, so dass eine Auflagefläche von mindestens 3,5 cm entsteht. Siehe Bilder oben. Wenn alles stimmig und verschweißt ist, könnte es bei Euch dann so wie die Bilder unten aussehen.Zum Abschluss ein Video welches den ersten Test zeigt. Der Schlepper röhrt in diesem Video, da die Verlängerung des Auspuffkrümmer noch aus steht und kein Auspuff angebaut ist. Dieses ist dann der letzte Bauabschnitt!Nun möchte ich zum Abschluss noch einen Tipp zur Fertigung der Auspuffverlängerung geben. Wenn Ihr den Schalldämpfer vom Auspuffkrümmer abschraubt, findet Ihr dazwischen eine Dichtung. Diese Dichtung ist die ideale Schablone für die zwei herzustellenden Flansche. Ihr benötigt zwei Flansche die am besten aus einem 10 mm dicken Stahlblech ausgelasret werden. Zusätzlich wendet Ihr Euch an einen Heizungs-Klempner. Kauft euch bei diesem vorgefertigte Stahlrohrbögen mit einem Winkel von 90 Grad und 60 mm Außendurchmesser. Die Wand-dicke der Rohrbögen muss mindestens 3 mm betragen! Zusätzlich benötigt Ihr Stahlrohr, welches zwischen die Rohrbögen geschweißt wird, um den Auspuff weiter nach außen zu bringen, so dass die Schwinge des Frontladers nicht in Konflikt mit den Auspuff gerät. Schaut Euch noch folgende Bilder an. Zum Rost-Schutz habe die Anbaukonsole mit dem original Stoll-Farbton RAL 7021 gespritzt.Das sind nun die letzten Zeilen zu meiner Anbauanleitung. Ich hoffe dem Einen oder Anderen Mut gemacht zu haben, um ein ähnliches Bauvorhaben zu beginnen. Wer Fragen hat möchte mich bitte über mein Kontaktformular kontaktieren. Insgesamt hat mich der Kauf des Frontlader und das Bauen der Anbaukonsole knapp 2600 Euro und 8 Wochenenden Arbeit gekostet. Immerhin besser als 3700 Euro für einen von Händler montierten Frontlader. Ich habe 1100 Euro gespart!Viele Grüße euer Uwe! www.sanderuwe.de